Sie befinden sich hier:

Pflanzenschutzwarndienst

Aktuelle Meldungen


Hier finden Sie unsere aktuellen Pflanzenschutz-Mitteilungen im Obstbau (Kernobst/Steinobst).
Dieser Warndienst richtet sich vorrangig an den Erwerbsobstbau im Rheintal. Der Inhalt wird mit Sorgfalt zusammengestellt.
Eine Gewähr für allfällige Fehler kann aber keine übernommen werden.
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 5. Juni 2026
LESEN   DOWNLOAD
Wetter
Bis Montag allmähliche Erwärmung auf ca. 25 °, Dienstag und Mittwoch deutlich kühler und vor allem am Dienstag hohe Regenwahrscheinlichkeit. Im Oberland evtl. bereits ab Samstag Schauer möglich. Danach wieder trocken.

Kernobst
Schorf: In Anlagen mit sichtbarem Befall oder wenn die letzte Behandlung schon länger zurückliegt, spätestens am Montag einen neuen Belag aufbringen, zB mit Revyona, Sercadis oder Luna Veggie (alle mit Mehltau-Nebenwirkung), in Bio mit Schwefel (bei unter 25 °, mit Mehltau-Nebenwirkung), bei verträglichen Sorten auch Kupfer (Berostungsgefahr! Teils bienengefährlich!) oder abstoppend Curatio (bienengefährlich!)
Gegen Mehltau ein Fungizid zugeben, zB Schwefel (auch Bio, nur unter 25 °C!), falls das Schorffungizid keine Mehltauwirkung hat. Mehltautriebe laufend ausbrechen!
Apfelwickler: Ab ca. Mittwoch beginnt rechnerisch der Larvenschlupf aus der günstigen Paarungszeit um den 25. Mai herum. Daher auf einen intakten Schutz achten. Granulosevirus (auch Bio) wirkt ca. 8 Sonnentage, Mimic, Harpun (Aufbrauchsfrist!) oder Affirm Opti (bienengefährlich!) wirken etwa Tage. Coragen (bienengefährlich!), das nur einmal jährlich eingesetzt werden darf, wirkt 3-4 Wochen und sollte - wenn möglich - für eine allfällige starke 2. Generation aufgespart werden.
Blutlaus: In betroffenen Anlagen den Blutlausbefall und die Parasitierung mit der Blutlauszehrwespe überwachen. Schadschwelle: 10-.15 % befallene Langtriebe/Bäume

Steinobst
Strategie KirschFRUCHTfliegen (KFF): Bei Fallenfängen: Ab dem Umfärben der jeweiligen Sorte eine Behandlung durchführen, z.B. mit Mospilan (WZ 7 Tage, in Mischung mit Fungiziden der Gruppe FRAC 3, zB. Score, Luna Veggie, Topas etc.: bienengefährlich! oder Benevia (WZ 7 Tage, Notfallzulassung, bienengefährlich!). Mospilan, wie auch Benevia dürfen nur 1x eingesetzt werden. Kein Biomittel verfügbar.
Strategie KirschESSIGfliege (KEF) : Rechtzeitig vor der einsetzenden Reife die Netze schließen. Bei Befall von Einzelbäumen diese rasch abernten und kompletten Sortenblock behandeln, z.B. mit Spintor (auch Bio, WZ 3 T, Notfallzulassung, bienengefährlich!).
Benevia hat auch eine gute, Mospilan eine spürbare Nebenwirkung gg. KEF. Zur Bienengefahr: siehe Kirschfruchtfliege.
Blattkrankheiten/Fruchtfäulen: Bei Kulturen ohne Überdachung vor Niederschlägen ca. alle 10 Tage eine Behandlung gg. Blattkrankheiten bzw. Fruchtfäulen durchführen, zB mit Score (Wartezeit 14 T.), Switch (WZ 14 T), Signum (WZ 7 T) oder Teldor (WZ 3 T), in Bio: vorbeugend Kumar (WZ 1 T) oder abstoppend aufs nasse Laub Curatio (WZ 21 T, Notfallzulassung, bienengefährlich!) bzw. Vitisan plus Netzschwefel plus Netzmittel.
 
Wartezeiten und Abstandsauflagen reichlich einhalten!
Bienengefährliche Mittel sorgsam und nur wenn nötig verwenden. Anwendungsauflagen beachten (Zum Schutz von Bienen und anderen bestäubenden Insekten nicht auf blühende Kulturen aufbringen. Nicht an Stellen anwenden, an denen Bienen aktiv auf Futtersuche sind. Nicht in Anwesenheit von blühenden Unkräutern anwenden)!
Im Zweifelsfall Bienenflug kontrollieren. Dabei auch Flächen beachten, die nicht blühen, aber zB wg. Honigtau der Blattläuse von den Bienen beflogen werden.
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 29. Mai 2026
LESEN   DOWNLOAD
Wetter
Bis einschließlich Sonntag heiß, danach Abkühlung auf etwa 22 °C. Ab Sonntag bis Ende nächster Woche Gewitter und Schauer.

Kernobst
Schorf: Vor den Niederschlägen allgemein einen neuen Belag aufbringen, zB mit Delan, in Bio mit einem Kupfermittel (Berostungsgefahr! Teils bienengefährlich!) oder abstoppend Curatio (bienengefährlich!)
Gegen Mehltau ein entsprechendes Fungizid zugeben, zB Vegas, in Bio Schwefel (nur unter 25 °C!), falls das Schorffungizid keine Mehltauwirkung hat,. Mehltautriebe laufend ausbrechen!
Apfelwickler: Zwischen 4. und 7. Juni startet lt. unserer Prognosen an allen Wetterstationen im Tal der Larvenschlupf. Daher rechtzeitig mit der Bekämpfung starten. Bei geringen Fangzahlen und wenig Befallsdruck mit einem Granulosevirus-Mittel (auch Bio), ansonsten Mimic, Harpun (Aufbrauchsfrist!) oder Affirm Opti (bienengefährlich!)
Feuerbrand: In einigen Apfelanlagen wurde massiver Feuerbrandbefall gemeldet, vor allem betroffen ist - wieder einmal - die Sorte ‚Wellant‘. Im Umfeld wurden auch andere Apfel- oder Birnensorten befallen, allerdings deutlich weniger dramatisch, im Hausgarten sind zB wieder die Apfelsorten ‚Tramin‘ oder ‚Kronprinz Rudolf‘. Die Befallsstellen baldmöglichst abbrechen und der Entsorgung/Verbrennung zuführen. Birnen blühten in der Regel in einer kühlen Wetterphase, so dass Befall wahrscheinlich von letztjährigem Altbefall stammt.
Steinobst
Strategie KirschFRUCHTfliegen (KFF): Bei Fallenfängen: Ab dem Umfärben der jeweiligen Sorte eine Behandlung durchführen, z.B. mit Mospilan (WZ 7 Tage, in Mischung mit Fungiziden der Gruppe FRAC 3, zB. Score, Luna Veggie, Topas etc.: bienengefährlich! oder Benevia (WZ 7 Tage, Notfallzulassung, bienengefährlich!). Mospilan, wie auch Benevia dürfen nur 1x eingesetzt werden. Kein Biomittel verfügbar.
Strategie KirschESSIGfliege (KEF) : Rechtzeitig vor der einsetzenden Reife die Netze schließen. Bei Befall von Einzelbäumen diese rasch abernten und kompletten Sortenblock behandeln, z.B. mit Spintor (auch Bio, WZ 3 T, Notfallzulassung, bienengefährlich!).
Benevia hat auch eine gute, Mospilan eine spürbare Nebenwirkung gg. KEF. Zur Bienengefahr: siehe Kirschfruchtfliege.
Blattkrankheiten/Fruchtfäulen: Bei Kulturen ohne Überdachung vor Niederschlägen ca. alle 10 Tage eine Behandlung gg. Blattkrankheiten bzw. Fruchtfäulen durchführen, zB mit Score (Wartezeit 14 T.), Switch (WZ 14 T), Signum (WZ 7 T) oder Teldor (WZ 3 T), in Bio: vorbeugend Kumar (WZ 1 T) oder abstoppend aufs nasse Laub Curatio (WZ 21 T, Notfallzulassung, bienengefährlich!) bzw. Vitisan plus Netzschwefel plus Netzmittel.

Bitte Wartezeiten reichlich einhalten!
Bienengefährliche Mittel sorgsam und nur wenn nötig verwenden. Anwendungsauflagen beachten (Zum Schutz von Bienen und anderen bestäubenden Insekten nicht auf blühende Kulturen aufbringen. Nicht an Stellen anwenden, an denen Bienen aktiv auf Futtersuche sind. Nicht in Anwesenheit von blühenden Unkräutern anwenden)!
Im Zweifelsfall Bienenflug kontrollieren. Dabei auch Flächen beachten, die nicht blühen, aber zB wg. Honigtau der Blattläuse von den Bienen beflogen werden.
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 13. Mai 2026
LESEN   DOWNLOAD

Wetter
Heute im Laufe der Nacht Beginn einer regnerischen Phase, die bis in den Sonntag, evtl. sogar bis Dienstag reicht. Die Temperaturen bleiben bis Sonntag gedämpft, zwischen 10 und 15 °C.

Kernobst
Schorf: Es stehen regnerische Tage bevor, die eine Belagserneuerung am Samstag aufgrund des Blattzuwachses und - je nach verwendetem Mittel - der Abwaschung notwendig macht, zB mit Captan oder bei Mehltaugefahr mit Revyona, Sercadis oder Luna Veggie (alle mit Mehltau-Nebenwirkung), in Bio mit Schwefel (mit Mehltau-Nebenwirkung), oder bei verträglichen Sorten auch Kupfer (Manche Kupfermittel: zB Recudo, Grifon SC, Badge WG: bienengefährlich!)
Feuerbrand: Es wurden von einem Betrieb im Rheindelta Blütensymptome an Apfelsorten gemeldet, die um den 1. Mai herum geblüht haben. In dieser Zeit gab es an vielen Stationen Infektionsbedingungen. Allerdings ist die Inkubationszeit bei Apfel eigentlich noch nicht ausgelaufen, nur bei Birne. Bitte Sorten mit Blütezeit zwischen 25.4. und 5.5. kontrollieren.
Probleme beim Obstbauwarndienst: Die Berechnungen und Grafiken zum Schorf und zum Feuerbrand laden sich derzeit extrem langsam. Der Vorgang kann sich über Minuten hinziehen. Allerdings: Irgendwann kommen die Infos. Die Kollegen sind am Problem dran. Allerdings rechnen sie mit einer Lösung erst Anfang nächster Woche.

Steinobst
An Kirschen rechtzeitig Gelbtafeln zur Überwachung der Kirschfruchtfliege aufhängen.
Blattkrankheiten/Fruchtfäulen: Bei Kulturen ohne Überdachung vor Niederschlägen ca. alle 10 Tage eine Behandlung gg. Blattkrankheiten bzw. Fruchtfäulen durchführen, zB mit Score (Wartezeit 14 T.), Switch (WZ 14 T), Signum (WZ 7 T) oder Teldor (WZ 3 T), in Bio: vorbeugend Kumar (WZ 1 T) oder abstoppend aufs nasse Laub Curatio (bienengefährlich!) bzw. Vitisan plus Netzschwefel plus Netzmittel.
 
Bitte Wartezeiten reichlich einhalten!
Bienengefährliche Mittel sorgsam und nur wenn nötig verwenden. Anwendungsauflagen beachten (Zum Schutz von Bienen und anderen bestäubenden Insekten nicht auf blühende Kulturen aufbringen. Nicht an Stellen anwenden, an denen Bienen aktiv auf Futtersuche sind. Nicht in Anwesenheit von blühenden Unkräutern anwenden)!
Im Zweifelsfall Bienenflug kontrollieren. Dabei auch Flächen beachten, die nicht blühen, aber zB wg. Honigtau der Blattläuse von den Bienen beflogen werden.
 

 


 
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 8. Mai 2026
LESEN   DOWNLOAD
Wetter
Bis Sonntag Erwärmung auf bis zu 25 °C. Ab Sonntagabend bis Sonntag darauf regnerisch und deutlich kühler.
Kernobst
Schorf: Aus der möglichen Infektionsphase um den 15. April herum ist die Inkubationszeit abgelaufen. Allfällige Schorfflecken müssten somit an den dort vorhandenen Blättern sichtbar sein. Es steht uns eine regnerische Woche bevor, die eine Belagserneuerung am Samstag aufgrund des starken Blattzuwachses notwendig macht, zB mit Captan oder bei Mehltaugefahr mit Revyona, Sercadis oder Luna Veggie (alle mit Mehltau-Nebenwirkung), in Bio mit Schwefel (bei unter 25 °, mit Mehltau-Nebenwirkung), oder bei verträglichen Sorten auch Kupfer.
Feuerbrand: In der Zeit zwischen 27.4. und 6.5. gab es vielerorts große Gefahr von Blüteninfektionen. Betroffen waren vor allem Äpfel und Quitten. Birnen waren bereits großteils abgeblüht. Sollten an Birnen dennoch Infektionen erfolgt sein, wären erste Symptome am Wochenende sichtbar. Bei Apfel dauert die Inkubationszeit länger.
Blüten, die gestern schon geblüht haben, hätten am Sonntagabend die Wärmesumme für eine Infektion beisammen, Blüten die heute aufgehen, ebenfalls. Dies betrifft Junganlagen. Möglich wäre ein Verätzen der Blüten bis morgen, zB mit ATS, in Bio mit Curatio (bienengefährlich!)
Blattläuse: Bäume auf Befall kontrollieren und bei Überschreiten der Schadschwelle eine Bekämpfung durchführen. Besonderes Augenmerk auf die Mehlige Apfellaus legen (Schadschwelle: 1-2 % der kontrollierten Bäume), zB mit Teppeki (bienengefährlich!), in Bio NeemAzal.
Ausdünnung: In den nächsten Tagen erwarten wir gute Bedingungen für eine chemische Ausdünnung mit 1-NAA/NAAm (Diramid, Amidir) bis kurz nach der Blüte. Sollten die jungen Früchte bereits 10 mm erreicht haben, ginge auch 6-BA (Exilis, Globaryll, MaxCel), bzw. die kombinierte Anwendung mit NAA (Dirager, Fruitone etc.). Eine ausführliche Anleitung kann aus der Schweiz geladen werden: https://redaktion.strickhof.ch/server/api/dokument/GetDokument?id=16205                                                                                                                    
Steinobst
An Kirschen rechtzeitig Gelbtafeln zur Überwachung der Kirschfruchtfliege aufhängen.
Blattläuse: Bei Überschreiten der Schadschwelle nach der Blüte (Kleine Pflaumenlaus = Grüne Zwetschgenlaus: 3 Kolonien/100 Triebspitzen, Schwarze Kirschenlaus: 5 Kolonien/100 Triebspitzen) eine Bekämpfung durchführen, zB mit Teppeki (Wartezeit: 14 Tage, bienengefährlich!), in Bio zB NeemAzal (Wartezeit: 7 Tage).
Blattkrankheiten/Fruchtfäulen: Bei Kulturen ohne Überdachung vor Niederschlägen ca. alle 10 Tage eine Behandlung gg. Blattkrankheiten bzw. Fruchtfäulen durchführen, zB mit Score (Wartezeit 14 T.), Switch (WZ 14 T), Signum (WZ 7 T) oder Teldor (WZ 3 T), in Bio: vorbeugend Kumar (WZ 1 T) oder abstoppend aufs nasse Laub Curatio (bienengefährlich!) bzw. Vitisan plus Netzschwefel plus Netzmittel.

Kooperationspartner

Sponsoren