Sie befinden sich hier:

Pflanzenschutzwarndienst

Aktuelle Meldungen


Hier finden Sie unsere aktuellen Pflanzenschutz-Mitteilungen im Obstbau (Kernobst/Steinobst).
Dieser Warndienst richtet sich vorrangig an den Erwerbsobstbau im Rheintal. Der Inhalt wird mit Sorgfalt zusammengestellt.
Eine Gewähr für allfällige Fehler kann aber keine übernommen werden.
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 20. Juli 2026
LESEN   DOWNLOAD
Wetter
Die nächsten Tage um die 25 °C Höchsttemperatur und trocken. Ab Samstagabend bis zum Montag regnerisch.

Kernobst
Schorf, Marssonina, Regenflecken: In Anlagen, wo schon länger als 14 Tage keine Pilzbehandlung mehr durchgeführt wurde, in Anlagen mit sichtbarem Schorfbefall und in Anlagen, wo noch viele junge Blätter sind, vor dem nächsten Regen einen neuen Belag aufbringen, zB mit Delan, Revyona oder Sercadis, als Lagerbehandlung für frühreifende Sorten evtl. auch schon Captan.
In Bio: gg. Schorf und Marssonina: Kupfer, gg. Schorf, Marssonina, Regenflecken, Mehltau: Curatio (bienengefährlich!), gg. Regenflecken, Mehltau und Schorf: Vitisan + Schwefel + Netzmittel.

Apfelwickler: Der Larvenschlupf der zweiten Generation ist in den Tallagen im vollen Gange. Grafik unter diesem Link. Daher auf einen intakten Schutz achten und Befall auszählen (Schadschwelle nach der 1. Generation: 1-2 befallene Äpfel pro 100). Bei geringem Befall: Granulosevirus (wirkt ca. 8 Sonnentage, evtl. auch reduzierte Aufwandmenge, auch Bio), bei mäßigem Befall Mimic, Harpun (Aufbrauchsfrist!) oder Affirm Opti (bienengefährlich!). Letztere wirken etwa 2-3 Wochen. Bei stärkerem Befall Coragen (bienengefährlich!), falls es heuer noch nicht verwendet wurde.

Pflaumen/Zwetschken
Fruchtfäulen: Fruchtfäulen befallen Früchte ab dem Umfärben. Ab diesem Stadium vor Niederschlägen ca. alle 10 Tage eine Behandlung durchführen, zB mit Score (Wartezeit 14 T.), Switch (WZ 14 T), Signum (WZ 7 T) oder Teldor (WZ 3 T), v.a. in Bio: vorbeugend: Kumar (WZ 1 T) oder abstoppend aufs nasse Laub: Curatio (bienengefährlich!) bzw. Vitisan plus Netzschwefel plus Netzmittel.

Pflaumenwickler: Der Larvenschlupf ist nach starkem Flug in vollem Gange.
Strategie: Sortenweise je nach Erntezeitpunkt 5-6 Wochen vor der Ernte
  • Behandlung mit Coragen, Inecor, Shenzi oder Voliam (WZ 14 T, bienengefährlich!), oder
  • bis zu zwei Behandlungen mit Affirm Opti im Abstand von mind. 7 Tagen (WZ 7 Tage, bienengefährlich!),
  • in Bio: Lepinox Plus (max. 3x, keine Wartezeit).
 
Bei heißen Temperaturen keine Blattdünger zugeben!
Bei allen Behandlungen Wartezeiten reichlich einhalten!
Vor dem Einsatz bienengefährlicher Mittel blühenden Unterwuchs entfernen!
Notwendige Behandlungen in der kühleren Tageszeit bei Temperaturen unter 25 °C und nicht bei Wind durchführen.
 
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 13. Juli 2026
LESEN   DOWNLOAD
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst
Montag, 13. Juli 2026, 12:00 Uhr
 
Wetter
Das Wetter bekommt eine etwas andere Grundausrichtung. Es soll zwar warm bis heiß bleiben, allerdings gewittrig werden. Die meisten Wetterdienste sagen ab morgen für die nächsten 5 Tage zeitweise Regen vorher. Ob es überall und, wenn ja, wieviel regnet, ist bei Gewittern immer schwer vorherzusagen.

Kernobst
Schorf, Marssonina, Regenflecken: In Anlagen, wo schon länger als 14 Tage keine Pilzbehandlung mehr durchgeführt wurde, in Anlagen mit sichtbarem Schorfbefall und in Anlagen, wo noch viele junge Blätter sind, möglichst heute Abend einen neuen Belag aufbringen, zB mit Delan, Revyona oder Sercadis, als Lagerbehandlung für frühreifende Sorten evtl. auch schon Captan.
In Bio: gg. Schorf und Marssonina: Kupfer, gg. Schorf, Marssonina, Regenflecken, Mehltau: Curatio (bienengefährlich!), gg. Regenflecken, Mehltau und Schorf: Vitisan + Schwefel + Netzmittel.
Apfelwickler: Der Larvenschlupf der zweiten Generation hat in warmen Lagen gerade begonnen. In Hörbranz und Schwarzach-Linzenberg ist es ab Mittwoch, in Fraxern (1.000 m) in ca. 8 Tagen. Daher auf einen intakten Schutz achten und Befall auszählen (Schadschwelle nach der 1. Generation: 1-2 befallene Äpfel pro 100). Bei geringem bis mäßigen Befall: Granulosevirus (auch Bio, wirkt ca. 8 Sonnentage) oder Mimic, Harpun (Aufbrauchsfrist!) oder Affirm Opti (bienengefährlich!). Letztere wirken etwa 2-3 Wochen. Bei stärkerem Befall sollte gegen Ende nächster Woche Coragen (bienengefährlich!) eingesetzt werden, falls es heuer noch nicht verwendet wurde.
Blutlaus: In betroffenen Anlagen den Blutlausbefall und die Parasitierung mit der Blutlauszehrwespe überwachen. Schadschwelle: 10-15 % befallene Langtriebe/Bäume, Maulbeer-Schildläuse: Diese kleinen Deckelschildläuse befallen die Bäume oft nesterweise. Beide Läusearten werden häufig von Schlupfwespen parasitiert (Loch in der Laus oder im Schild). Die Nützlinge kommen häufig erst im Sommer richtig in Schwung. Sollte diese Wirkung nicht ausreichen, kann eine punktuelle Behandlung mit einem wirksamen Mittel erfolgen: zB gg. Blutlaus an Kernobst: Pirimor Granulat, Notfallzulassung bis 28.8.2026, gg. Maulbeerschildläuse an Steinobst: Movento, Notfallzulassung bis 12.8.2026. Beide Mittel sind bienengefährlich! Also Unterwuchs mulchen! In Bio gibt es kein zugelassenes Mittel.
Pflaumen/Zwetschken
Blattkrankheiten/Fruchtfäulen: Blattkrankheiten befallen junge, hellgrüne Blätter, Fruchtfäulen Früchte ab dem Umfärben. Ist einer dieser Faktoren vorhanden, dann vor Niederschlägen ca. alle 10 Tage eine Behandlung durchführen, zB mit Score (Wartezeit 14 T.), Switch (WZ 14 T), Signum (WZ 7 T) oder Teldor (WZ 3 T), v.a. in Bio: vorbeugend: Kumar (WZ 1 T) oder abstoppend aufs nasse Laub: Curatio (bienengefährlich!) bzw. Vitisan plus Netzschwefel plus Netzmittel.
Pflaumenwickler: Der Larvenschlupf ist in vollem Gange.
Strategie: Sortenweise je nach Erntezeitpunkt 5-6 Wochen vor der Ernte
  • Behandlung mit Coragen, Inecor, Shenzi oder Voliam (WZ 14 T, bienengefährlich!), oder
  • bis zu zwei Behandlungen mit Affirm Opti im Abstand von mind. 7 Tagen (WZ 7 Tage, bienengefährlich!),
  • in Bio: Lepinox Plus (max. 3x, keine Wartezeit).
 
Bei den aktuell sehr heißen Temperaturen keine Blattdünger zugeben!
Bei allen Behandlungen Wartezeiten reichlich einhalten!
Vor dem Einsatz bienengefährlicher Mittel blühenden Unterwuchs entfernen!
Notwendige Behandlungen in der kühleren Tageszeit bei Temperaturen unter 25 °C und nicht bei Wind durchführen.
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 09. Juli 2026
LESEN   DOWNLOAD
Wetter
Auch die nächsten mind. 6-7 Tage werden heiß und trocken. Evtl. gibt es am Mittwoch kommender Woche Gewitter.
Kernobst
Pilzkrankheiten: Aus dem Regentag am 1. Juli hat sich eine der heuer seltenen Schorfinfektionstage ergeben. Da wenig junge Blätter vorhanden und auch die Früchte nicht mehr ganz so empfindlich sind, sollte es aber keine großen Schäden geben. Trotzdem sollte man die Pilzbekämpfung nicht ganz vergessen und vor angekündigten Niederschlägen einen neuen Belag aufbringen, auch um Marssonina und Regenflecken zu verhindern. Nur der Mehltau könnte etwas mehr Probleme machen, hält sich aber dank der relativ warmen und trockenen Nächte auch noch im Rahmen. Jedenfalls ständig Mehltautriebe ausbrechen.
Für Lagerbehandlungen ist bei Elstar (früheste Lagersorte) der letzte Termin für eine erste von zwei Captanspritzungen nach derzeitigem Stand der 29. Juli, für eine zweite Captanbehandlung der 5. August.
 
Apfelwickler: Nach den Wärmesummenberechnungen startet in frühen und mittelfrühen Lagen im Laufe der Woche der Larvenschlupf der 2. Generation.
Daher auf einen intakten Schutz achten. Bei geringem bis mäßigen Befall: Granulosevirus (auch Bio, wirkt ca. 8 Sonnentage) oder Mimic, Harpun (Aufbrauchsfrist!) oder Affirm Opti (bienengefährlich!). Letztere wirken etwa 2-3 Wochen. Bei stärkerem Befall sollte gegen Ende nächster Woche Coragen (bienengefährlich!) eingesetzt werden, falls es heuer noch nicht verwendet wurde.
Blutlaus: In betroffenen Anlagen den Blutlausbefall und die Parasitierung mit der Blutlauszehrwespe überwachen. Schadschwelle: 10-15 % befallene Langtriebe/Bäume. Es sind fallweise erste Ausschlupflöcher der Blutlauszehrwespe aus den parasitierten Blutläusen zu finden.

Feuerbrand: Anlagen laufend kontrollieren.
Steinobst
Blattkrankheiten/Fruchtfäulen: Blattkrankheiten befallen junge, hellgrüne Blätter, Fruchtfäulen Früchte ab dem Umfärben. Ist einer dieser Faktoren vorhanden, dann vor Niederschlägen ca. alle 10 Tage eine Behandlung durchführen, zB mit Score (Wartezeit 14 T.), Switch (WZ 14 T), Signum (WZ 7 T) oder Teldor (WZ 3 T), v.a. in Bio: vorbeugend: Kumar (WZ 1 T) oder abstoppend aufs nasse Laub: Curatio (bienengefährlich!) bzw. Vitisan plus Netzschwefel plus Netzmittel.
Pflaumenwickler: Der Larvenschlupf ist in vollem Gange.
Strategie: Sortenweise je nach Erntezeitpunkt 5-6 Wochen vor der Ernte
  • eine Behandlung mit Coragen, Inecor, Shenzi oder Voliam (WZ 14 T, bienengefährlich!), oder
  • bis zu zwei Behandlungen mit Affirm Opti im Abstand von mind. 7 Tagen (WZ 7 Tage, bienengefährlich!),
  • in Bio: Lepinox Plus (max. 3x, keine Wartezeit).
 
 
 
Bei den aktuell sehr heißen Temperaturen keine Blattdünger zugeben!
Bei allen Behandlungen Wartezeiten reichlich einhalten!
Bei bienengefährlichen Mitteln blühenden Unterwuchs entfernen!
Notwendige Behandlungen in der kühleren Tageszeit bei Temperaturen unter 25 °C und nicht bei Wind durchführen.
 
 
Obstbau-Pflanzenschutzwarndienst vom 26. Juni 2026
LESEN   DOWNLOAD

Wetter
Bis einschließlich Sonntag noch sehr heiß, danach leichte Abkühlung. Ab Sonntagabend bis Montag und wieder ab Mittwoch gewittrig mit teils langen Blattnässezeiten

Kernobst
Schorf, Marssonina: Nachdem die letzte Schorfbehandlung schon einige Zeit zurückliegt, sollte bis Sonntag ein neuer Belag aufgebracht werden, auch um Marssonina vorzubeugen, zB mit Revyona, Sercadis oder Luna Veggie (alle mit Mehltau-Nebenwirkung) oder Delan (keine Mehltauwirkung), in Bio mit Schwefel (bei unter 25 °, mit Mehltau-Nebenwirkung), bei verträglichen Sorten auch Kupfer (Berostungsgefahr! Teils bienengefährlich!) oder abstoppend Curatio (bienengefährlich!).
Danach bei trockenem Wetter eine genaue Kontrolle auf Schorfbefall auf Blättern und Früchten durchführen. Dazu pro Sorte je 200 Früchte und Blätter untersuchen. Bei festgestelltem Schorfbefall müssen die Spritzintervalle weiterhin eng gehalten werden, also bei ca. 8-14 Tagen (vor Regenwetter). Bei weniger als 2 % Befall (< 4 befallene Blätter pro 200 kontrollierte Blätter…) können die Spritzintervalle weiter sein (bis ca. 3 Wochen).
Falls das Schorffungizid keine Mehltauwirkung hat, ein spezifisches Mehltaufungizid zugeben, zB Topas, in Bio Schwefel (nur unter 25 °C!), Mehltautriebe laufend ausbrechen!
Apfelwickler: Heute oder morgen startet rechnerisch der Larvenschlupf aus der günstigen Paarungszeit ab 13. Juni. Daher auf einen intakten Schutz achten. Granulosevirus (auch Bio) wirkt ca. 8 Sonnentage, Mimic, Harpun (Aufbrauchsfrist!) oder Affirm Opti (bienengefährlich!) wirken etwa Tage. Coragen (bienengefährlich!), das nur einmal jährlich eingesetzt werden darf, wirkt 3-4 Wochen und sollte - wenn möglich - für eine allfällige starke 2. Generation aufgespart werden. Der Flugbeginn der 2. Gen. Startet in warmen Lagen in den nächsten Tagen
Blutlaus: In betroffenen Anlagen den Blutlausbefall und die Parasitierung mit der Blutlauszehrwespe überwachen. Schadschwelle: 10-15 % befallene Langtriebe/Bäume
Feuerbrand: Immer noch erreichen uns Meldungen von Feuerbrand-Symptomen. Betroffen sind v.a. spät blühende oder nachblühende Apfelsorten. Anlagen laufend kontrollieren.

Steinobst
Blattkrankheiten/Fruchtfäulen: Blattkrankheiten befallen junge, hellgrüne Blätter, Fruchtfäulen Früchte ab dem Umfärben. Ist einer dieser Faktoren vorhanden, dann vor Niederschlägen ca. alle 10 Tage eine Behandlung durchführen, zB mit Score (Wartezeit 14 T.), Switch (WZ 14 T), Signum (WZ 7 T) oder Teldor (WZ 3 T), v.a. in Bio: vorbeugend: Kumar (WZ 1 T) oder abstoppend aufs nasse Laub: Curatio (bienengefährlich!) bzw. Vitisan plus Netzschwefel plus Netzmittel.
Pflaumenwickler: Der Larvenschlupf der 2. und damit relevanten Generation startet in frühen Lagen morgen oder übermorgen, in späten Lagen ca. drei Tage später.
Strategie: Sortenweise je nach Erntezeitpunkt 5-6 Wochen vor der Ernte

  • Behandlung mit Coragen, Inecor, Shenzi oder Voliam (WZ 14 T, bienengefährlich!), oder
  • bis zu zwei Behandlungen mit Affirm Opti (WZ 7 Tage, bienengefährlich!),
  • in Bio: Lepinox Plus (max. 3x, keine Wartezeit).

Bei den aktuell sehr heißen Temperaturen keine Blattdünger zugeben!
 
Bei allen Behandlungen Wartezeiten reichlich einhalten!
Bei bienengefährlichen Mitteln blühenden Unterwuchs entfernen!
Notwendige Behandlungen in der kühleren Tageszeit bei Temperaturen unter 25 °C und nicht bei Wind durchführen.

Kooperationspartner

Sponsoren